Lukas Schwechheimer

Eine sensationelle Entwicklung

Der Weg, den Lukas Schwechheimer geht, ist nicht unbedingt geradlinig, aber gründlich überlegt. Im Jahr 2011 probierte er das Para Leichtathletik-Training aus. Talentiert und fleißig geriet er schnell in die Erfolgsspur und wurde 2015 Doppel-Juniorenweltmeister im Kugelstoßen und Diskuswurf. Doch die Freude über den Erfolg war für den Athleten vom VfL Wolfsburg/Team BEB nicht wirklich nachhaltig. „Ich habe mich in meinem Körper nicht wohl gefühlt und hatte auf einmal keinen Spaß mehr am Kugelstoßen und Diskuswurf“, erinnert sich der 21-Jährige. Mit der Para Leichtathletik aufzuhören, kam nicht in Frage. Stattdessen wagte er den Wechsel zum Sprint, für den er als Werfer allerdings zu viel Gewicht mitbrachte. Die Folge: 20 Kilogramm Gewichtsverlust innerhalb kürzester Zeit – Lukas Schwechheimer war nicht nur körperlich kaum wiederzuerkennen. Aus dem introvertierten Jugendlichen ist ein redegewandter junger Mann geworden. Und auch die Leistungssteigerung war sensationell. Innerhalb von drei Jahren verbesserte er seine 200-Meter-Bestzeit um zehn Sekunden und läuft heute in der nationalen und internationalen Spitze der Junioren mit.

Lukas Schwechheimer lebt mit einer spastischen Hemiparese – einer linksseitigen unvollständigen Lähmung in Arm und Bein. Ausgelöst durch einen Schlaganfall noch vor seiner Geburt, diagnostiziert aber erst mit zweieinhalb Jahren. Seinen Bewegungsdrang dämpfte die Behinderung nie. Inzwischen hat der Athlet seine Ziele fest im Blick und lässt sich auch durch die aktuell schwierigen Bedingungen nicht davon abbringen. Während des ersten Shutdowns hielt er sich zusammen mit seinem Vater im eigens eingerichteten Kraftraum fit. In Kombination mit Dauerläufen überbrückte er die acht Wochen ohne Training am Sportleistungszentrum sowie die Schließung des Lotto-Sportinternats in Hannover. Die Nominierung zur Wahl „Behindertensportler*in des Jahres 2021“ empfindet Lukas Schwechheimer als Bestätigung für seinen bisherigen Weg und eine Würdigung für seine Leistungen. Und Motivation für die EM im Juni. „Ich will 2021 beweisen, dass ich national und international vorn dabei sein kann.“

Heike Werner

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