Rehabilitationssport

Als ergänzende Leistung zur Rehabilitation von den Leistungsträgern anerkannt

Nach § 64 Satz 3 des SGB IX werden Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben ergänzt durch

... ärztlich verordneten Rehabilitationssport in Gruppen unter ärztlicher Betreuung und Überwachung, einschließlich Übungen für behinderte oder von Behinderung bedrohte Frauen und Mädchen, die der Stärkung des Selbstbewusstseins dienen, ....

Corona-Pandemie

Informationen zu den Auswirkungen und Maßnahmen finden Sie hier.

Wichtige Informationen finden Sie unten auf dieser Seite!

Materialien zur
- Anerkennung und
- Abrechnung incl. der Vergütungssätze
- spezielle und aktuelle Informationen

Sie suchen Rehasport-Angebote?

Zur Vereinssuche kommen Sie hier.

Rehabilitationssport als Tele-/Online-Angebot

Hier finden Sie die Infos und Materialien.

Auch die Deutschen Rentenversicherungen Braunschweig-Hannover und Oldenburg-Bremen akzeptieren diese Form der Durchführung!

Zu den Infos zum Funktionstraining geht es hier.

Fragen und Antworten zum Tele-/Online-Rehasport/Funktionstraining

Für wen kommt Rehasport/Funktionstraining in Form eines Tele-/Online-Angebots in Frage?

Tele-/Online-Rehasport/Funktionstraining  („Online-Angebot“) kommt ausschließlich für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen infrage. Es muss eine Verordnung (Muster 56) und eine Kostenübernahme vorliegen. Der Bewilligungszeitraum auf der Verordnung muss gültig sein, wobei zu berücksichtigen ist, dass sich dieser unbürokratisch und ohne erneute Beantragung um die Zeit der Aussetzung der Übungsveranstaltungen verlängert. Die Teilnehmenden müssen über ein Endgerät verfügen, worüber die verwendete Online-Plattform genutzt werden kann und können dieses anwenden.
Empfohlen wird eine WLAN Verbindung, um die Stolpergefahr zu minimieren.

Für wen ist die Teilnahme ausgeschlossen?

Ausgeschlossen vom „Online-Angebot“ sind Versicherte  mit einer Verordnung „Rehabilitationssport in Herzgruppen“. Herzsport- und Kinderherzsport-Gruppen sind aufgrund der fehlenden ärztlichen Überwachung grundsätzlich nicht möglich. Außerdem können Teilnehmende, die kognitiv nicht in der Lage sind, Bewegungsaufträge ohne taktile Reize umzusetzen, nicht teilnehmen sowie Personen, die aufgrund des Alters oder der Erkrankung sturzgefährdet sind.

Dürfen neue Teilnehmer*innen aufgenommen werden?

Ja, es dürfen neue Personen in die bestehenden Gruppen aufgenommen werden. Bisher dürfen jedoch keine neuen Angebote anerkannt werden. Bei neuen Verordnungen ist es erforderlich, dass der Verein/Leistungserbringer vor Beginn der ersten Online-Übungseinheit eine ausführliche telefonische Erstberatung mit dem Versicherten führt, um individuelle Besonderheiten und Einschränkungen zu klären. Wir empfehlen die Übungsleitung miteinzubeziehen.

Muss ein Antrag auf Anerkennung gestellt werden?

Ja, es muss ein Antrag im Rahmen eines vereinfachten Verfahrens gestellt werden. Dieses Formular finden Sie hier. Dieser Antrag ist pro Verein einmalig zu stellen und gilt dann für alle Gruppen, die als  „Online-Angebot“ durchgeführt werden sollen. Die konkreten Gruppenzeiten müssen dem BSN mitgeteilt werden.

Welche Angebote können als „Online-Angebot“ anerkannt werden.

Eine Anerkennung kann nur erfolgen für Angebote, die bereits zertifiziert sind und deren Gültigkeit nicht abgelaufen ist. Zeitliche Veränderungen sind möglich. In Frage kommen alle

Angebote, deren Übungsinhalte für den häuslichen Kontext geeignet sind bzw. angepasst werden können. Nicht anerkannt werden Angebote für Zielgruppen, die oben ausgeschlossen wurden.

Dürfen Gruppen zusammengelegt werden?

Ja, bestehende und bereits anerkannte Gruppen dürfen zusammengelegt werden.

Wie viele Angebote pro Wochen können anerkannt werden?

Es gibt keine Begrenzung der Anzahl der Angebote.

Müssen Teilnehmer*innen ihr Einverständnis geben?

Ja, es muss eine Einverständniserklärung abgegeben werden. Diese ist wichtig insbesondere in Bezug auf den Datenschutz. Auch dieses Formular finden Sie hier.
Dieses ist zwingend zu verwenden.

Muss eine Unterschriftenliste (Teilnahmenachweis) geführt werden?

Auch die Teilnehmenden am „Online-Angebot“ müssen einen Nachweis ihrer Teilnahme mit Datum und Unterschrift auf der bekannten Teilnahmebestätigungsliste erbringen.

Die Unterschrift kann jedoch – anders als bisher – nachträglich geleistet werden.

Die Teilnahme am „Online-Angebot“  ist mit einem „T“ oder „Tele“ hinter dem Datum zu kennzeichnen.

Muss eine Anwesenheitsliste geführt werden?

Ja, es muss eine Anwesenheitsliste pro Übungseinheit (Datum, Uhrzeit, besondere Vorkommnisse, Anzahl der Teilnehmer*innen) mit dem Hinweis „Tele“ geführt werden.

Diese Dokumentationsbögen können zur Überprüfung von den Krankenkassen angefordert werden. Es wird empfohlen, die Anwesenheit zusätzlich durch einen „Screenshot“ (z.B. strg+alt+druck) der virtuellen Teilnehmer*innen-Liste zu dokumentieren.

Sind die Teilnehmer*innen auch zu Hause bei der Durchführung gegen Unfälle versichert?

Alle teilnehmenden Vereinsmitglieder sind im Umfang einer Unfall- und Haftpflicht­versicherung abgesichert. Die teilnehmenden Nicht-Mitglieder, die dem BSN zur Versicherung gemeldet wurden oder für die eine vom Verein bei der ARAG abgeschlossene Nichtmitgliederversicherung von vor 2008 besteht, sind ebenfalls abgesichert.

Das Schreiben der ARAG finden Sie hier.

Ansonsten muss die Situation „Online-Angebot“  bei der jeweils bestehenden Unfall­versicherung geklärt werden!!!

Gibt es eine Empfehlung hinsichtlich der zeitlichen Stundengestaltung?

Es wird geraten die Stunden zu entzerren. Das „Online-Angebot“ nimmt in der Vorbereitung Zeit in Anspruch, z.B. Klärung technischer Probleme, Sicherheitshinweise und Hinweise zur allgemeinen Durchführung. Es wird empfohlen 10 - 15 Minuten vor der eigentlichen Übungseinheit online zu gehen. Die Übungsinhalte müssen angepasst werden, damit die Betreuung durch die Übungsleitung in dieser besonderen, neuen Form möglich ist.

Wie viele Teilnehmer*innen dürfen ein Angebot wahrnehmen?

Es gelten die gleichen Rahmenbedingungen und Richtlinien wie in Präsenzveranstaltungen:

Die Anzahl von 15 Teilnehmer*innen ist nicht zu überschreiten. Kleingruppen und Angebote für Kinder sind je nach Angebot entsprechend der Rahmenvereinbarung nur mit 5,7 oder 10 Teilnehmenden durchzuführen.

Was sollte bei der Einweisung der Teilnehmer*innen beachtet werden?

Die    Übungsleitung    des    entsprechenden    „Online-Angebot“ sollte    sich    zu    Beginn    einfache Kommunikationsregeln für sich und die teilnehmenden Personen festlegen. Hilfsmittel könnten z.B. ein festgelegtes Signal (z. B. verabredetes Handzeichen)  sein, mit dem sich die Teilnehmer*innen bei Fragen oder Anregungen bemerkbar machen. Auch die ggf. durch die Plattform bereitgestellte Chat-Optionkann genutzt werden. Besonders wichtig ist außerdem das Mitteilen und Erklären von Sicherheitshinweisen, z.B. was kann im häuslichen Umfeld eine Stolperquelle darstellen, alle Stolperquellen aus dem Weg räumen, wie viel Platz wird für die Übungen benötigt, etc.

Wie erkläre ich meinen Teilnehmer*innen die verwendete Plattform?

Besonders wichtig ist hierbei, auf die Verwendung einer einfachen Sprache zu achten. Des Weiteren sind eigene gute bis sehr gute Grundkenntnisse der Plattform von Wichtigkeit, versetzen Sie sich in die teilnehmende Person hinein. Falls das Programm die Option Desktop-Sharing, anbietet nutzen Sie dieses als Hilfsmittel für eine technische Einweisung. Es ist zu erwarten, dass der Beginn mit einer intensiveren Betreuung zum technischen Einstieg einhergeht.

Müssen Teilnehmende mit Bildübertragung teilnehmen?

Ja, Teilnehmende können nur mit Bildübertragung am „Online-Angebot“ teilnehmen.

Eine Betreuung durch die qualifizierte Übungsleitung muss zu jeder Zeit sichergestellt werden.

Unser Dachverband empfiehlt die Plattform GoToMeeting (https://www.gotomeeting.com/de-de). Wir haben gute Erfahrungen gemacht mit ZOOM (https://zoom.us/de-de/meetings.html). Beide Plattformen wurden auf ihre Datenschutzkonformität durch die jeweiligen Datenschutzbeauftragten geprüft. Der Einsatz empfiehlt sich, da es nicht notwendig ist, dass die Teilnehmenden das Programm installieren. Das heißt, sie können ohne viel Aufwand daran teilnehmen. Zoom erlaubt in der kostenfreien Version allerdings nur kurze Meetings, die für das „Online-Angebot“ nicht ausreichen.

Jede andere Plattform kann genutzt werden. Es ist wichtig, dass diese den aktuellen Datenschutz­anforderungen entspricht.

Bitte schließen Sie mit jedem Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag ab.

Informationen der Leistungsträger zum Umgang mit Verordnungen während der Corona-Pandemie

Fragen und Antworten

Fachausschuss Rehabilitationssport
Vizepräsidentin -Rehasport-
Dr. Vera Jaron
Fürstenweg 10
49828 Georgsdorf
05946/990820
jaron@bsn-ev.de
Vertreter der Vereine/Fachwart Herzsport
Jan-Gustav Ahlers
Mörikeweg 2
26219 Bösel
Mitglied Fachausschuss
Jörn Lucas
c/o MTV Treubund Lüneburg, Uelzener Str. 90
21335 Lüneburg
04131 - 77 97 0
jlucas@mtv-treubund.de
Landestrainer/Fachwart Diabetes
Heinz Mohry
05131-51177
heimoh@t-online.de
Vertreter in der LAG Kardiologie
Dr. Thomas Linke
Joh.-Sebastian-Bach-Str. 3
49324 Melle
05422/44301
t.linke28@t-online.de
Ressortleitung Rehasport/Funktionstraining und Mitglied Fachausschuss Inklusion
Kai Schröder
0511/1268-5103
schroeder@bsn-ev.de