Mit großem Jubel empfangen

Niedersachsens Paralympics-Athleten zurück in Deutschland

Hannover. 16.03.2026. Frisch aus Mailand zurückgekehrt, wurde die Para Eishockey-Delegation aus Niedersachsen von Freund*innen und Familie, Vertreter*innen des Behinderten-Sportverbands Niedersachsen (BSN), dem Olympiastützpunkt Niedersachsen (OSP) und dem Team BEB unter großem Jubel am Flughafen Hannover willkommen geheißen. Ein bewegender Empfang für die Athleten und das Team nach ihrem erfolgreichen Paralympics-Abenteuer.

 

„Die Paralympischen Winterspiele 2026 haben einmal mehr gezeigt, welche Kraft, Leidenschaft und Inspiration im paralympischen Sport steckt. Die Leistungen der niedersächsischen Athleten stehen exemplarisch für Teamgeist, Durchhaltevermögen und große sportliche Ambitionen“, so BSN-Präsident Karl Finke.

 

Para Eishockey-Team überzeugt beim Comeback

Nach 20 Jahren Paralympics-Abstinenz, mit einem sechsten Platz und mit einem beeindruckenden Teamgeist ist das deutsche Para Eishockey-Team mit den vier Niedersachsen – Jan Malte Brelage, Simon Kunst, Felix Schrader und Jörg Wedde (alle ERC Hannover/Team BEB) – von den Paralympischen Winterspielen 2026 zurückgekehrt. Für Simon Kunst erfüllte sich mit der Teilnahme an den Paralympics ein Lebenstraum, auch wenn das Team das selbstgesteckte Ziel, Platz fünf, nur knapp verpasste. Zu den Leistungsträgern gehörten auch zwei Athleten aus Niedersachsen: Kapitän Jan Malte Brelage und Felix Schrader, der mit vier Toren gegen die Slowakei im entscheidenden Überkreuzspiel in der Overtime einen Erfolg für die Geschichtsbücher errang. „Für uns war das Turnier eine unglaubliche Erfahrung“, sagte Brelage nach dem Wettbewerb. Im Spiel um Platz fünf musste sich Deutschland schließlich Gastgeber Italien vor rund 6000 Zuschauerinnen und Zuschauern geschlagen geben. Dennoch bleibt der Eindruck eines starken Turniers – und vor allem große Werbung für den Para Eishockey-Sport. Und auch neben dem Eis setzte ein Niedersachsen Akzente.

 

Fahnenträger bei der Eröffnung: Jörg Wedde

Ein besonderer Moment für den niedersächsischen Para Sport war die Ernennung von Para Eishockey-Spieler Jörg Wedde zum deutschen Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier der Paralympics 2026. Gemeinsam mit Monoskifahrerin Anna-Lena Forster wurde ihm diese Ehre zuteil. Einen klassischer Fahneneinzug, wie ihn Sportler*innen bei vergangenen Paralympics erleben durften, konnte Wedde nicht erleben, denn am Einmarsch der Nationen hatte das Team D Paralympics nicht teilgenommen. Als Begründung nannte der DBS die Konzentration auf die bevorstehenden Wettkämpfe und Solidarität mit der Ukraine.

Schwierige Entscheidung für Biathlet Steffen Lehmker

Eine bewegende Paralympics-Geschichte schrieb auch Steffen Lehmker (WSV Clausthal-Zellerfeld/Team BEB). Der niedersächsische Athlet erlebte eine echte Achterbahnfahrt: Zunächst nicht nominiert, rückte er kurzfristig ins deutsche Team nach – und stellte sich der Herausforderung. Mit zwei 13. Plätzen zeigte Lehmker solide Leistungen auf der anspruchsvollen paralympischen Bühne. Doch gesundheitliche Probleme zwangen ihn schließlich zu einer schweren, aber notwendigen Entscheidung: Er verzichtete auf die verbleibenden beiden Rennen. Trotzdem bleibt die Teilnahme ein besonderer Moment – und ein weiterer Meilenstein für den niedersächsischen Paralympics-Sport. Schließlich erinnert Lehmker bereits auf eine große paralympische Erfolgsgeschichte zurück: Bei den Paralympischen Winterspielen 2018 gewann er Bronze im Biathlon.

 

Mit vielen eindrucksvollen Momenten, wertvollen Erfahrungen und großem Stolz im Gepäck kehrten die niedersächsischen Paralympics-Athleten aus Mailand nach Hause zurück – begleitet vom herzlichen Applaus ihrer Unterstützerinnen und Unterstützer und als starke Botschafter des niedersächsischen Para Sports.

Dagmar Dabrat
Office Management
+49 511 592 991 90
info@bsn-ev.de
Jetzt Nachricht schreiben

Step