Handbike-Marathon im Rahmen des ADAC Marathon Hannover

Spannende Rennen mit internationaler Beteiligung und starken Leistungen in Hannover

Um Punkt 09:45 Uhr fiel der Startschuss zum Handbike-Marathon im Rahmen des ADAC Marathon Hannover. Insgesamt traten zehn Sportler*innen an, darunter auch vier internationale Gäste aus Polen und Frankreich. Das Startfeld war gut gemischt mit Erststarterinnen, Handbike-Marathon-Veteran*innen und Spitzensportlern, die schon bei den Paralympics auf dem Siegerpodest standen.

Bei optimalen Wetterbedingungen trennten die beiden Franzosen Hugues Valet und Johan Quaile im Ziel nur eine Sekunde. So sicherte sich Valet mit 1:14:26 den ersten Platz. Möglicherweise überließ Quaile seinem jüngeren Kollegen den Vortritt, denn in seinem Schrank hängen bereits zwei Silbermedaillen von den Paralympische Spiele Paris 2024.Auf dem dritten Platz landete mit einer Zeit von 1:18:22 Sebastian Grzonka aus Polen, der gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Marek Wisniewski an den Start gegangen war – auch sie trennten nur zwei Sekunden. Komplettiert wurde das Starterfeld der Männer durch Carsten Blech vom USC Magdeburg (1:56:24) und Jörg Gerken vom FC St. Pauli Radsport (4:00:13).

Bei den Frauen ließ sich die Lokalmatadorin Tina Deeken vom VfL Eintracht Hannover den Sieg nicht nehmen und überquerte nach 1:56:38 die Ziellinie. Sie zeigte sich besonders erfreut darüber, dass der Handbike-Marathon nach einem Jahr Pause – in dem nur eine Teilnahme mit Adaptivbike möglich war – wieder Teil des Wettkampfprogramms ist.

Die Plätze zwei und drei belegten zwei Erststarterinnen mit beeindruckenden Zeiten. Vanessa Erskine-Sadler blieb knapp unter der Zwei-Stunden-Marke und kann nun ihren ersten Marathon mit 1:59:43 in ihre sportlichen Erfolge aufnehmen. Sie kann zudem auf eine erfolgreiche Karriere im Nationalteam des Rollstuhlbasketballs zurückblicken. Frieda Bartels von den Deisterfreunde hatte sich vorgenommen, unter zweieinhalb Stunden zu bleiben, obwohl sie die Marathondistanz zuvor noch nie gefahren war. Mit 2:13:02 unterbot sie ihr Ziel deutlich und sicherte sich damit verdient den dritten Platz. Sonja Jussen vom Gehörlosen Sportverein Braunschweig trat als Einzige mit einem Adaptivbike an und erreichte das Ziel nach 3:30:28.

Die Siegerehrung fand um 13:00 Uhr auf der Bühne vor dem Altes Rathaus Hannover statt. Nach der Übergabe von Medaillen und Präsenten durch die Stadt erhielten die Gewinner*innen ihren verdienten Applaus auf dem Platz der Menschenrechte Hannover. Dem Moderator Christoph Dannowski waren die Starter*innen bereits bekannt, sodass die Zeremonie bei den Frauen besonders herzlich verlief. Auch die Nähe zu den Besucher*innen des Marathons lud zu Gesprächen ein, bei denen Fragen zu den Liegebikes und den Anforderungen an die Sportler*innen beantwortet wurden.

Der BSN gratuliert allen Teilnehmer*innen und freut sich auf die nächsten Wettkämpfe.

Dagmar Dabrat
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