Bewegung für Artikel 30

(rechts)!!! Einen detaillierten Überblick zum Stand des Projekts mit allen Partner-Verbänden finden Sie zum Nachlesen in unser eigens erstellten Projekt-Broschüre in der Download-Liste (rechts)!!!

Was ist das Projekt „Bewegung für Artikel 30“?

Das Projekt „Bewegung für Artikel 30“ vom Behinderten-Sportverband Niedersachsen e.V. (BSN) ist am 1. April 2016 gestartet und wird von der „Aktion Mensch“ gefördert. Durch diese Förderung, die noch einmal um zwei weitere Jahre verlängert wurde und jetzt bis zum 30.06.2021 läuft (ursprünglich bis 31.03.2019), ist es dem BSN möglich, dieses tolle Projekt mit einem Mitarbeiter zu besetzen. Artikel 30 im Namen des Projekts bezieht sich auf Artikel 30 der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), der die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am kulturellen Leben sowie an Erholung, Freizeit und Sport regelt. Die UN-BRK ist am 26.03.2009 in Deutschland in Kraft getreten.

Somit haben die Sportfachverbände in Niedersachsen weiterhin einen direkten Ansprechpartner bei allen Fragen und Anregungen rund um das wichtige Thema Inklusion (siehe Ansprechpartner rechts) und die bisher realisierten Maßnahmen und Veranstaltungen können weiter verfestigt und ggf. ausgebaut werden. Den hohen Stellenwert des Themas Inklusion beim BSN verdeutlicht Präsident Karl Finke: „Das Thema Inklusion wird beim BSN als Querschnittsaufgabe verstanden – und das nicht erst seit gestern, sondern schon seit vielen Jahren“ (BSN-Präsident Karl Finke, Vorwort Projekt-Broschüre). Darüber hinaus werden weitere Ideen und Konzepte zur Umsetzung des Artikel 30 der UN-BRK in Zusammenarbeit mit den einzelnen Sportfachverbänden entwickelt und umgesetzt.

Ziel des Projekts „Bewegung für Artikel 30“ ist es unter anderem, gemeinsam mit den Sportfachverbänden in Niedersachsen dafür zu sorgen, dass mehr Menschen mit Behinderung am organisierten Sport teilnehmen, sprich, in die Sportvereine kommen. Ein barrierefreies, gemeinsames Sporttreiben von Menschen mit und ohne Behinderung wird angestrebt.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind im Rahmen des Projekts folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Kontaktaufnahme zu den potentiellen Partnern im Bereich der Sportfachverbände und Vermittlung der Projektidee,
  • Sensibilisierung der Funktionsträger*innen,
  • Sichtung und Veränderung von Regelwerken für den Spielbetrieb, um gemeinsam mit gewonnenen Partnern Bedingungen zu schaffen, die Sportangebote für Sportler*innen mit Behinderungen zu verbessern,
  • Gemeinsame Maßnahmen für Übungsleiter*innen und
  • Planung und Durchführung von projektbezogenen Veranstaltungen und Maßnahmen.

Die „erste Phase“ des Projekts ist bereits erfolgreich absolviert. In dieser Zeit konnten durch die gute Zusammenarbeit zwischen BSN und Sportfachverbänden sehr viele projektbezogene Maßnahmen und Veranstaltungen geplant und durchgeführt werden.

Nachfolgend sehen Sie einige Impressionen vom inklusiven Thementag des TNB beim DTV Hannover (Juni 2017). Im Jahr darauf fand ebenfalls ein Thementag beim DTV Hannover statt, diesmal war "Blindentennis" das Thema. Einen kurzen Bericht hierzu finden Sie in der "Neuer Start"-Ausgabe Juni 2018 auf Seite 10.

Mit mehreren Sportfachverbänden in Niedersachsen gab es bereits zu Projektbeginn Kooperationsvereinbarungen im Themenfeld Inklusion. Dazu zählen unter anderem der Niedersächsische Basketballverband e.V. (NBV), der Niedersächsische Fußballverband e.V. (NFV), der Tauchsport Landesverband Niedersachen e.V. (TLN) und der Niedersächsische Turner-Bund (NTB)

Im Rahmen des Projekts „Bewegung für Artikel 30“ konnten zudem neue Kooperationsvereinbarungen mit dem Niedersächsischen Leichtathletik-Verband e.V. (NLV) und dem Tennisverband Niedersachsen-Bremen e.V. (TNB) beschlossen werden.

Durch die Projektstelle ist es jetzt weiter möglich, die Vereinbarungen zu überprüfen, ggf. fortzuschreiben, neue Kooperationsvereinbarungen zu beschließen und so die Zusammenarbeit mit den einzelnen Fachverbänden zu intensivieren.

Was wurde bisher erreicht?

Neben den Kooperationsvereinbarungen ist uns vor allem Eins wichtig: Das Thema Inklusion in die Aus- und Fortbildungen der Sportfachverbände einzubinden. Denn nur wenn alle im Sport aktiven Menschen (Vorstand, Übungsleitende, Mitglieder, Ehrenamtliche, etc.) mit dem Thema Inklusion in Berührung kommen, kann dieses wichtige Thema nachhaltig verstanden und umgesetzt werden.

So wurden zunächst einmal die Funktionsträger*innen für das Thema Inklusion sensibilisiert. In Zusammenarbeit mit dem LandesSportBund Niedersachsen e.V. führte der BSN einige Workshops und Infoveranstaltungen zu diesem Thema durch. Darüber hinaus wurden zusätzlich zielgerichtete Maßnahmen und inklusive Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Sportfachverbänden durchgeführt.

An dieser Stelle sollen beispielhaft Maßnahmen und Veranstaltungen angeführt werden, die im Rahmen des Projekts „Bewegung für Artikel 30“ bereits erfolgreich umgesetzt werden konnten.

Durch die Zusammenarbeit von BSN und NBV (Basketball) wurde die „3x3-Streetball-Tour“ 2018 erstmals inklusiv ausgeschrieben und wird auch in Zukunft ausschließlich inklusiv ausgeschrieben. Der erste inklusive Event fand am 23.06.2018 auf dem Göttinger Hochschulsport-Gelände statt. Insgesamt sieben Teams meldeten sich in der Kategorie Rollstuhl-Basketball an, womit diese sogar auf Anhieb die zweitstärkste Fraktion stellte. Einen kurzen Bericht zu dem Event finden Sie in der "Neuer Start"-Ausgabe August von 2018 auf Seite 16.

Weitere Infos finden Sie unter: https://www.nbv-basketball.de/166_3x3.php?kurztext_ausklappen=2100#kurztext_166_bausteine_3_2100

Der BSN hat zusammen mit dem Niedersächsischen Leichtathletik-Verband (NLV) ihre langjährige Kooperationsvereinbarung aktualisiert, sodass Inklusion beim NLV in Zukunft als Querschnittsaufgabe definiert ist. Darüber hinaus konnte das Thema Inklusion seit 2018 mit zwei Lerneinheiten in die Ausbildung integriert werden. Einen kurzen Bericht zur Aktualisierung der Kooperationsvereinbarung finden Sie in der "Neuer Start"-Ausgabe Dezember 2018 auf Seite 13.

Weitere Infos finden Sie unter: https://www.nlv-la.de/index.php?siteid=160&entryId=5071

Gemeinsam mit dem Nordwestdeutschen Volleyball-Verband (NWVV) wurde 2017 erstmals ein Thementag „Sitzvolleyball“ initiiert. Vorausgegangen war hier eine gemeinsam erstellte Befragung der Vereine. Übungsleitende kamen mit dem Sport in Kontakt und der NWVV bot die Fortbildung auch zur Lizenzverlängerung an. Im Mai 2019 haben beide Verbände im Rahmen eines Sitzvolleyball-Nationalmannschafts-Testspiels eine weitere Trainer*innen Fortbildung angeboten. Die Resonanz bei allen Beteiligten war durchweg positiv.

Weitere Infos finden Sie unter: https://www.nwvv.de/cms/home/verband.xhtml;jsessionid=tW2WLiSTwBxN9IMj49XaPX7Wg8UokXPHBVQML6R6.sas01?component_4002473.showArticle=21348642&component_4002473.page=0

Natürlich wurden darüber hinaus noch zahlreiche weitere Maßnahmen und Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Sportfachverbänden durchgeführt (siehe Projekt-Broschüre).

Was soll in Zukunft noch erreicht werden?

Wichtigstes Ziel in der Anschlusszeit ist es jetzt, das Thema Inklusion noch mehr in die Aus- und Fortbildung der Sportfachverbände einzubinden. Nur über die Bildung kann es gelingen, das Thema Inklusion nachhaltig in die Strukturen der einzelnen Verbände zu verankern.

Außerdem sollen die mit den Sportfachverbänden in Niedersachsen initiierten Projekte verfestigt und in nachhaltige Strukturen überführt werden. Dazu befinden sich die Projektmitarbeiter auch in Zukunft im regelmäßigen Austausch mit den jeweiligen Ansprechpartnern. Darüber hinaus sollen auch weiter bereits bestehende sowie neue inklusive Veranstaltungen und Maßnahmen geplant und durchgeführt werden.

Angebot zur Kontaktaufnahme

An dieser Stelle möchten wir allen interessierten Sportfachverbänden anbieten, Kontakt zu den jeweiligen Ansprechpartnern aufzunehmen. Bei allen Fragen, Veranstaltungsideen, Maßnahmenplanungen oder sonstiges rund um das Thema Inklusion stehen wir Ihnen gerne beratend oder unterstützend zur Verfügung!

Umfrage zum Thema Inklusion

Der BSN hat erstmals seine Vereine zum Thema "Inklusion" befragt. Eine Auswertung finden Sie rechts in der Download-Liste.