Bewegung für Artikel 30

Alle wichtigen Informationen zum Projekt finden Sie hier:

Neue Meldungen aus dem Projekt

18.06.20:

Kooperationsvereinbarung zwischen BSN und dem Radsportverband Niedersachsen (RSVN)

Inklusion jetzt auch Thema beim RSVN – mit Unterstützung des BSN

Der BSN arbeitet weiter daran, sein Netzwerk zu anderen Verbänden und Organisationen bei der Querschnittsaufgabe Inklusion auszuweiten – mit Erfolg. Im Rahmen des Projekts „Bewegung für Artikel 30“ konnte mit dem RSVN ein weiterer Kooperationspartner dazugewonnen werden. Am 18.06.20 unterzeichneten die beiden Präsidenten Karl Finke (BSN) und Edwin Zech (RSVN) die Vereinbarung, die mit den Unterschriften in Kraft tritt.

„Wir freuen uns, dass wir mit dem Radsportverband Niedersachsen einen weiteren Kooperationspartner dazugewonnen haben. Der Radsport bietet durch unterschiedliche Sportgeräte wie das Tandem, das Handbike und das Dreirad vielfältige Teilnahmemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung“, äußerte sich BSN-Präsident Karl Finke zufrieden über die Kooperationsvereinbarung mit dem RSVN.

Inhalt der Kooperationsvereinbarung ist unter anderem die Sensibilisierung für das Thema Inklusion und Radsport für Menschen mit Behinderung. Außerdem wird  über die Einbindung des Themas Inklusion in die Bildung ein nachhaltiges Grundverständnis von Inklusion vermittelt. Hierbei möchte der RSVN in Zukunft die Expertise des BSN nutzen und Inklusionsprozesse innerhalb des Verbandes anstoßen. Der BSN hat damit die Möglichkeit, das gemeinsam mit dem LSB entwickelte Grundverständnis von Inklusion weiter zu verbreiten und damit die Grundlage für weitere Inklusionsprozesse zu schaffen. Zum Start der Zusammenarbeit hat der RSVN mit Unterstützung des BSN seine Vereine zum Thema Inklusion und Unterstützungsbedarfe befragt.

Auch RSVN-Präsident Edwin Zech äußerte sich erfreut über die Vereinbarung: „Wir hoffen sehr, mit dieser Kooperationsvereinbarung mehr Menschen mit Behinderung in die Radsportvereine zu integrieren, um damit eventuelle Hemmschwellen untereinander abbauen zu können.“

Beide Verbände wollen auf Grundlage dieser Kooperationsvereinbarung bei der Querschnittsaufgabe Inklusion in Zukunft eng zusammenarbeiten und sich regelmäßig über neue Entwicklungen austauschen und informieren.

 

17.06.20:

BSN und NDV starten gemeinsame Umfrage zum Thema Inklusion

Der BSN und der Niedersächsische Dart-Verband (NDV) starten ihre Zusammenarbeit mit einer gemeinsamen Umfrage zum Themenfeld Inklusion unter den niedersächsischen Dartvereinen und -abteilungen. Ziel der Umfrage ist es, einen ersten Überblick über die Situation in den Vereinen des NDV zu bekommen und Unterstützungsbedarfe abzufragen.

05.05.20:

Der BSN baut sein Netzwerk im Themenfeld Inklusion weiter aus

BSN und NBV (Badminton) unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN) und dem Niedersächsischen Badminton-Verband (NBV) reißt auch in der Corona-Krise nicht ab, im Gegenteil: beide Verbände haben sich jetzt gemeinsam auf den Weg gemacht, um auch im Themenfeld Inklusion eng zusammenzuarbeiten. Mit der Unterzeichnung einer neu erarbeiteten Kooperationsvereinbarung am 2. und 5. Mai 2020 setzen beide Verbände ein wichtiges Zeichen für Inklusion und die gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderung am organisierten Sport anlässlich des Aktionstages zur Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai.

BSN-Präsident Karl Finke freut sich über die Unterzeichnung: „Wir sind stolz, dass wir die Zusammenarbeit mit dem NBV mit dieser Kooperationsvereinbarung ausbauen und dokumentieren konnten“. Über Jens Janisch, BSN-Landestrainer Para-Badminton, und Michael Mai, hauptamtliche Lehrkraft beim NBV und Fachwart Para-Badminton beim BSN, arbeiten beide Verbände bereits seit vielen Jahren gut zusammen. Finke hofft nun, dass durch die Kooperation mit dem NBV und weiteren Landesfachverbänden Inklusion bald zum Alltag des organisierten Sports gehört.

Inhalte der Vereinbarung sind sowohl die generelle Haltung zum Thema Inklusion und Badminton für Menschen mit Behinderung als auch die praktische Umsetzung der Zusammenarbeit. Beide Verbände arbeiten weiter an einem konkreten Maßnahmenplan, um die Ziele der Vereinbarung möglichst strukturiert und zeitnah umzusetzen.

Ein wichtiger Punkt ist dabei die Bildung. Der NBV möchte in Zukunft auf die Expertise des BSN zurückgreifen und die Themen Inklusion und Badminton für Menschen mit Behinderung in seine Bildungsstrukturen integrieren. Im Gegenzug profitiert der BSN beispielsweise von der Talentsichtung des NBV. Außerdem möchten sich BSN und NBV gegenseitig bei der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

Markus Bennewitz und Dirk Reichstein, die den NBV seit März 2020 kommissarisch als 1. und 2. Vorsitzender führen, sehen den Verband mit der Unterstützung des BSN beim Thema Inklusion auf dem richtigen Weg. „Badminton ist ein inklusiver Sport und der NBV ist hier seit vielen Jahren aktiv. Wir freuen uns, durch die gemeinsam definierten Ziele und einer Maßnahmenplanung, unsere Mitgliedsvereine, die vielen ehrenamtlich Engagierten in den Ebenen des NBV sowie die Trainer*innen, Übungsleiter*innen und Schiedsrichter*innen für das Thema Inklusion zu sensibilisieren, stetig fortzubilden und somit auch zu begeistern“, meinen Bennewitz und Reichstein.

Die ersten gemeinsamen Projekte sind bereits in Planung und sollen, sobald die Situation rund um die Corona-Pandemie dieses erlaubt, durchgeführt werden.

Aktueller Stand

Mittlerweile hat der BSN im Rahmen des Projekts Kontakt zu 35 verschiedenen Landesfachverbänden (LFV) in Niedersachsen. Darüber hinaus bestehen auch Kontakte zu anderen Sportstrukturen, wie z.B. zu der Sportregion Oldenburger Münsterland, der Handball-Region West-Niedersachsen (HRWN) und dem Kreissportbund (KSB) Lüneburg.

Das Hauptaugenmerk der „zweiten Projektphase“ (ab Juli 2019) ist auf die Bildung gerichtet. Denn die Aus- und Fortbildung der LFV bietet eine sehr gute und vor allem nachhaltige Möglichkeit, das Thema Inklusion flächendeckend zu implementieren und umzusetzen. Neben dieser Priorität sollen natürlich auch weiterhin Maßnahmen, wie z.B. Info-Veranstaltungen für interessierte Vereine oder Sport-Veranstaltungen zum Thema Inklusion gemeinsam mit den LFV organisiert und durchgeführt werden.

Die Zusammenarbeit mit den einzelnen LFV gestaltet sich sehr unterschiedlich und individuell und kann hier daher nicht in Gänze vorgestellt werden. Um jedoch einen Eindruck der aktuellen Zusammenarbeit mit den LFV zu bekommen, hier eine kurze Auflistung der (Haupt-)Aktivitäten:

  • Der BSN und die LFV arbeiten vermehrt bei Aus- und Fortbildungen zum Thema Inklusion zusammen. Die LFV wurden über das Modul „Inklusion“, erstellt vom Fachausschuss Inklusion (FAI) des BSN, informiert, welches den LFV ab diesem Jahr zur Verfügung steht. Außerdem wurde der neu erstellte Qualifix-Baustein „Inklusion“ des LSB in den Gesprächen mit den LFV kommuniziert. Diese Bildungsmöglichkeiten sollen auf dem nächsten Runden Tisch Bildung/Inklusion (RTBI) den LFV vorgestellt und gleichzeitig angeboten werden. Von einigen LFV wurde bereits reges Interesse an dem Aus- und Fortbildungs-Modul und einer gemeinsam mit dem BSN konzipierten Bildungsmaßnahme zum Thema Inklusion bekundet.
  • Einzelne LFV, z.B. der Niedersächsische Pétanque-Verband (NPV), der Radsport-Verband Niedersachsen (RSVN) und der Kegler-Verband Niedersachsen (KVN), haben in Zusammenarbeit mit dem BSN eine Umfrage zum Thema Inklusion und Sport für Menschen mit Behinderung mit ihren Vereinen durchgeführt. Primäres Ziel der Umfrage war bzw. ist es, sich einen Überblick über die Situation in den Mitgliedsvereinen zu verschaffen und die konkreten Unterstützungsbedarfe festzustellen. Die Ergebnisse werden ausgewertet und zielgerichtet für die Veranstaltungsplanung genutzt.
  • Der BSN weitet sein Netzwerk im Bereich Kooperation und Zusammenarbeit weiter aus. Einige weitere LFV sind an einer Kooperationsvereinbarung im Themenfeld Inklusion mit dem BSN interessiert. Eine entsprechende Vereinbarung wurde erarbeitet, die jeder LFV in Niedersachsen mit dem BSN eingehen kann. Kooperation und Zusammenarbeit ist sehr wichtig, um Inklusion im niedersächsischen Sport weiter voranzutreiben.
  • Der BSN ist weiterhin bemüht, Kontakt zu jedem LFV in Niedersachsen herzustellen. Die Projektmitarbeiter*innen streben einen persönlichen Austausch mit den jeweiligen Ansprechpartner*innen der LFV an, um den BSN als Unterstützer von Inklusionsprozessen vorzustellen und weitere Informationen an die LFV heranzutragen. Auch wenn es noch keinen Ansprechpartner/keine Ansprechpartnerin für das Thema Inklusion bei einem LFV gibt, ist ein persönlicher Austausch als erste Maßnahme wichtig und kann Initiator für weitere Inklusionsprozesse sein.

 

Was ist das Projekt „Bewegung für Artikel 30“?

Das BSN-Projekt „Bewegung für Artikel 30“ ist am 1. April 2016 gestartet und wird von der „Aktion Mensch“ gefördert. Durch diese Förderung, die noch einmal verlängert wurde und jetzt bis zum 31.08.2021 läuft, ist es dem BSN möglich, dieses tolle Projekt mit einem Mitarbeiter zu besetzen. Somit haben die Landesfachverbände (LFV) in Niedersachsen einen direkten Ansprechpartner beim Thema Inklusion (siehe Ansprechpartner rechts). Artikel 30 aus dem Titel des Projekts meint den Artikel 30 der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK), die in Deutschland 2009 ratifiziert wurde. Den Artikel der UN-BRK finden Sie rechts.

„Das Thema Inklusion wird beim BSN als Querschnittsaufgabe verstanden – und das nicht erst seit gestern, sondern schon seit vielen Jahren“ (BSN-Präsident Karl Finke, Vorwort Projekt-Broschüre).

Ziel des Projekts „Bewegung für Artikel 30“ ist es unter anderem, gemeinsam mit den LFV in Niedersachsen dafür zu sorgen, dass mehr Menschen mit Behinderung am organisierten Sport teilnehmen, sprich, in die Sportvereine kommen. Ein barrierefreies, gemeinsames Sporttreiben von Menschen mit und ohne Behinderung wird angestrebt. Darüber hinaus soll die Netzwerkarbeit des BSN mit den LFV gefördert und ausgebaut werden.

Um diese Ziele zu erreichen, sind folgende Maßnahmen im Rahmen des Projekts vorgesehen:

  • Kontaktaufnahme zu den potentiellen Partnern im Bereich der LFV und Vermittlung der Projektidee,
  • Sensibilisierung der Funktionsträger*innen,
  • Gemeinsame Maßnahmen für Übungsleiter*innen und
  • Planung und Durchführung von projektbezogenen Veranstaltungen und Maßnahmen.

Mit mehreren LFV in Niedersachsen gab es bereits zu Projektbeginn Kooperationsvereinbarungen im Themenfeld Inklusion. Dazu zählen unter anderem:

  • der Niedersächsische Basketballverband e.V. (NBV)
  • der Niedersächsische Fußballverband e.V. (NFV)
  • der Tauchsport Landesverband Niedersachen e.V. (TLN)
  • der Niedersächsische Turner-Bund (NTB)

Im Rahmen des Projekts „Bewegung für Artikel 30“ konnten zudem neue Kooperationsvereinbarungen mit dem Niedersächsischen Leichtathletik-Verband e.V. (NLV) und dem Tennisverband Niedersachsen-Bremen e.V. (TNB) beschlossen werden.

Durch die Projektstelle ist es weiter möglich, die Vereinbarungen zu überprüfen, ggf. fortzuschreiben und so die Zusammenarbeit zu intensivieren und darüber hinaus auch auf andere LFV auszubauen.

Was wurde bisher erreicht?

Die „erste Phase“ (2016-2019) des Projekts ist erfolgreich absolviert. In dieser Zeit konnten durch die gute Zusammenarbeit zwischen dem BSN und den einzelnen Landesfachverbänden (LFV), zusätzlich zu den Kooperationsvereinbarungen, viele projektbezogene Maßnahmen und Veranstaltungen geplant und durchgeführt werden. An dieser Stelle sollen Beispiele der Zusammenarbeit angeführt werden, die im Rahmen des Projekts „Bewegung für Artikel 30“ bereits erfolgreich umgesetzt werden konnten.

Durch die Kooperation von BSN und Niedersächsischen Basketballverband (NBV) wurde die „3x3-Streetball-Tour“ 2018 erstmals inklusiv ausgeschrieben und wird auch in Zukunft ausschließlich inklusiv ausgeschrieben. Der erste inklusive Event fand am 23.06.2018 auf dem Göttinger Hochschulsport-Gelände statt. Insgesamt sieben Teams meldeten sich in der Kategorie Rollstuhl-Basketball an, womit diese sogar auf Anhieb die zweitstärkste Fraktion stellte.

Weitere Infos finden Sie unter: https://www.nbv-basketball.de/259_3x3.php?kurztext_ausklappen=2100#kurztext_259_bausteine_3_2100

Gemeinsam mit dem Nordwestdeutschen Volleyball-Verband (NWVV) wurde 2017 erstmals ein Thementag „Sitzvolleyball“ initiiert. Vorausgegangen war hier eine gemeinsam erstellte Befragung der Vereine. Übungsleitende kamen mit dem Sport in Kontakt und der NWVV bot die Fortbildung auch zur Lizenzverlängerung an. Im Mai 2019 haben beide Verbände im Rahmen eines Sitzvolleyball-Nationalmannschafts-Testspiel eine weitere Trainer*innen Fortbildung angeboten. Die Resonanz war durchweg positiv.

Weitere Infos finden Sie unter: https://www.nwvv.de/cms/home/verband.xhtml;jsessionid=tW2WLiSTwBxN9IMj49XaPX7Wg8UokXPHBVQML6R6.sas01?component_4002473.showArticle=21348642&component_4002473.page=0

Der BSN hat zusammen mit dem Niedersächsischen Leichtathletik-Verband (NLV) ihre langjährige Kooperationsvereinbarung aktualisiert, sodass Inklusion beim NLV in Zukunft als Querschnittsaufgabe definiert ist. Darüber hinaus konnte das Thema Inklusion seit 2018 mit zwei Lerneinheiten in die Ausbildung integriert werden.

Weitere Infos finden Sie unter: https://www.nlv-la.de/index.php?siteid=519&entryId=5071

Natürlich wurden darüber hinaus noch weitere Maßnahmen und Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den LFV durchgeführt.

Was soll in Zukunft noch erreicht werden?

Wichtigstes Ziel in der Anschlusszeit ist es, das Thema Inklusion noch mehr in die Aus- und Fortbildung der Landesfachverbände (LFV) einzubinden. Nur über die Bildung kann es gelingen, das Thema Inklusion nachhaltig in die Strukturen der einzelnen Verbände zu verankern. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit den LFV weiter verbessert und ausgebaut werden.

Außerdem sollen die mit den LFV in Niedersachsen initiierten Projekte, Veranstaltungen und Maßnahmen verfestigt und in nachhaltige Strukturen überführt werden. Dazu befinden sich die Projektmitarbeiter auch in Zukunft im regelmäßigen Austausch mit den jeweiligen Ansprechpartnern. Dieser Austausch soll auch auf die LFV ausgeweitet werden, zu denen bisher noch kein Kontakt besteht, damit sich das Netzwerk des BSN weiter vergrößert. Schlussendlich sollen auch weiter einzelne inklusive Veranstaltungen und Maßnahmen mit den LFV geplant und durchgeführt werden, um auch weiter für das Thema Inklusion zu sensibilisieren.

Angebot zur Kontaktaufnahme

An dieser Stelle möchten wir allen interessierten Sportfachverbänden anbieten, Kontakt zu den jeweiligen Ansprechpartnern aufzunehmen. Bei allen Fragen, Veranstaltungsideen, Maßnahmenplanungen rund um das Thema Inklusion stehen wir Ihnen gerne beratend oder unterstützend zur Verfügung!

Projektleitung "Bewegung für Artikel 30"
Jan Könemann

0511/1268-5113
koenemann@bsn-ev.de

Mitarbeiter Projekt "Bewegung für Artikel 30"
Olaf Bause

0511/1268-5250
bause@bsn-ev.de

Umfrage zum Thema Inklusion

Der BSN hat erstmals seine Vereine zum Thema "Inklusion" befragt. Eine Auswertung finden Sie rechts in der Download-Liste.