06.07.2024

Eindrucksvoller Projekttag des BSN am Campe-Gymnasium

Von Behindertensportler*innen lernen

In Zusammenarbeit mit dem Campe-Gymnasium hat der Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN) der Projekttag „Von Behindertensportler*innen lernen“ durchgeführt. Dabei konnten interessierte Schüler*innen des achten Jahrgangs des Gymnasiums aus Holzminden einen interessanten und eindrucksvollen Tag rund um das Thema Behindertensport, Barrierefreiheit und Inklusion erleben.

Den Anfang machten zunächst zwei Workshops im Rollstuhlbasketball, die von U23-Rollstuhlbasketball-Nationalspieler und Spieler bei Erstligisten Hannover United, Sören Seebold, angeleitet wurden. Nachdem sich die Schüler*innen mit Sportrollstuhl und Ballkoordination vertraut gemacht haben, absolvierten sie am Ende der Trainingseinheit ein kurzes Match, bei dem auch der ein oder andere Korb fiel.

Paralympics im Visier: Stop-Motion Film zum Thema Barrierefreiheit
Im Anschluss an den aktiven Part zeigte die Erasmus-AG der Schule einen Stop-Motion-Film in drei Teilen, bei dem ein selbst gebautes Model eines paralympischen Dorfs mit Lego-Figuren animiert wurde. Der Film, der gemeinsam mit der Partnerschule auf La Réunion zum Thema „Let’s create a paralympic village!“ entstanden ist, soll auf die Bedeutung von Barrierefreiheit im (Trainings-)Alltag von Menschen mit körperlichen Einschränkungen aufmerksam machen. Die unterhaltsamen und informativen Filme kamen beim Publikum bestens an und können auch auf der Website des Campe-Gymnasiums angeschaut werden: Campe-Gymnasium Holzminden

Eindrucksvolle Gesprächsrunde mit prominenter Besetzung
Nach der der Film-Präsentation kamen Schüler*innen und Spieler zu einer Gesprächsrunde zusammen, die von NDR 1-Radiomoderator Andreas Kuhnt moderiert wurde. Hierbei stand der erfahrene Rollstuhl-Basketball-Nationalspieler Jan Sadler den interessierten Schüler*innen Rede und Antwort. Und das Interesse war sehr groß: Zahlreiche Fragen konnten im Rahmen eines offenen und humorvollen Dialogs beantwortet werden und für viele Schüler*innen eröffneten sich so neue Perspektiven auf das Thema Sport und Behinderung sowie allgemein Teilhabe an der Gesellschaft. Es entstand ein eindrücklicher Austausch mit vielen Aha-Effekten, denn auch die Teenager beschäftigen sich mit Themen wie Angst vor Ausgrenzung und Umgang mit vermeintlichen Schwächen. 

Die Profis machten zudem deutlich, dass auch im Para-Sport Höchstleistungen gefordert werden, um bei nationalen und internationalen Turnieren zu bestehen. So freuen sich die beiden Spieler bereits auf eine Teilnahme an den kommenden olympischen Spielen in Paris.

Mit dem Projekttag hat der BSN hat einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, wie Barrieren abgebaut und das Bewusstsein von jungen Menschen für Teilhabe durch Sport geschärft werden kann.