28.08.2021

Krimi der Rollstuhlbasketball-Damen - 59:57-Sieg über Kanada

Krimi der Rollstuhlbasketball-Damen - 59:57-Sieg über Kanada - Rollstuhbasketball Herren unterliegen Australien

In einem wahren Krimi setzten sich die Rollstuhlbasketball-Damen mit 59:57 (33:23) gegen Gruppengegner Kanada durch. Das Team von Bundestrainer Dennis Nohl aus Osnabrück agierte zunächst souverän, dann bekamen die Kanadierinnen Oberwasser. In der Schlussphase – gut zweieinhalb Minuten vor dem Ende beim Stand von 52:52 – musste die deutsche Kapitänin und Schlüsselspielerin Mareike Miller nach ihrem fünften Foul das Feld verlassen und konnte keinen Einfluss mehr auf den Spielverlauf nehmen. Von da an gab es ständige Führungswechsel. 14 Sekunden vor Schluss punktete das deutsche Team. Kanada nahm eine Auszeit und kam danach noch einmal gefährlich unter den Korb. Kanadas Top-Spielerin Kathleen Dandenau scheiterte mit ihrem Versuch. Puisand Lai holte den Rebound und traf während die Schlusssirene ertönte. Ausgleich oder Sieg? Die Schiedsrichter berieten sich, nutzten die Videobilder und entschieden dann: der Treffer zählt nicht. Die Uhr war schon abgelaufen. Riesiger Jubel beim deutschen Team. „Wir haben eine klasse Mannschaftsleistung gezeigt. Der Sieg war wichtig und gibt uns weiter Aufschwung. Wir sind platt aber auch überglücklich“, so die niedersächsische Spielerin Lena Knippelmeyer (RSC Osnabrück/Team BEB).
Nach drei Siegen in drei Spielen geht es für das deutsche Damen-Team am Sonntag (4:15 Uhr, MESZ) im letzten Gruppenspiel gegen Gastgeber Japan.

 

Die Rollstuhlbasketball-Herren unterlagen gegen Australien mit 64:53 (28:22). Nach dem starkem 10:2-Start der Australier innerhalb der ersten zwei Minuten war das deutsche Team um Kapitän Jan Haller (Hannover United/Team BEB) gefordert in der Defensive cleverer zu agieren und gleichzeitig vorne zu punkten. „Es war das dritte schwere Spiel innerhalb von drei Tagen. Wir haben den Rückstand nicht mehr umgebogen bekommen, aber schauen jetzt nach vorne“, konstatiert Co-Trainer Martin Kluck. In der sogenannten „Hammergruppe“ hatte Deutschland in einem begeisternden Auftaktmatch zunächst knapp gegen den Paralympics-Sieger und Gold-Favoriten USA knapp mit 55:58 verloren. Gestern besiegten das deutsche Team Welt- und Europameister Großbritannien eindrucksvoll mit 71:59. Nach dem WM-Dritten Australien wartet nun mit Algerien der Afrikameister (Sonntag, 7.45 Uhr, MESZ). „Hier gehen wir als Favorit ins Spiel und wollen unserer Rolle gerecht werden“, so Kluck weiter. Am Montag wartet dann im letzten Gruppenspiel mit dem Iran der WM-Vierte auf das deutsche Team.
Neben den Spielern Jan Haller, Tobias Hell und Jan Sadler (alle Hannover United/Team BEB) sind mit Martin Kluck (Co-Trainer) und Eike Gößling (Teammanager) Teil des deutschen Rollstuhlbasketball-Teams in Tokio.

 


 

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