Vanessa Erskine

„Aus Niederlagen lerne ich, es besser zu machen“

„Alles, was ich zurzeit habe, kommt aus dem Sport“, sagt Vanessa Erskine strahlend. In der Tat dreht sich so ziemlich alles im Leben der 23-jährigen Rollstuhlbasketballerin um den Sport. Seit ihrem 16. Lebensjahr sitzt sie aufgrund einer Querschnittlähmung im Rollstuhl. Ein Rodeo-Unfall hatte ihr Leben von Grund auf verändert. „Es war damals ein Schock, weil es zu einer Zeit passierte, als ich begann, unabhängig zu werden und mein eigenes Leben gestalten wollte“, erinnert sie sich. „Plötzlich war alles anders.“ Doch die Kämpfernatur nahm dieses neue Leben in Angriff, wie kaum eine andere. Nur ein Jahr später wurde sie in die US-amerikanische Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft berufen, mit der sie 2016 in Rio de Janeiro schließlich den ganzen großen Coup landete: Gold bei den Paralympics. Es folgte 2017 Silber bei den Panamerica Games. Mehr noch als diese Medaillen sieht die junge Spielerin ihren Erfolg aber in ihrer rasanten Entwicklung – „die Medaillen kamen einfach mit“, sagt sie. Seit der Saison 2015/2016 spielt sie in der ersten Bundesliga – zunächst in Zwickau, dann im thüringischen Elxleben und seit Beginn der laufenden Saison 2017/2018 als Guard für den Aufsteiger Hannover United.
Insgesamt zehn Trainingseinheiten absolviert Vanessa Erskine pro Woche, dazu gehören Einheiten mit dem Team, individuelles Frühtraining und Krafttraining. Für Hannover United habe sie sich entschieden, „um Teil von etwas zu sein, das wächst“. Der Teamgeist und die positive Stimmung seien hier besonders ausgeprägt. Und all diese perfekten Rahmenbedingungen nutzt sie, um sich künftig unter anderem wieder für die US-amerikanische Nationalmannschaft zu empfehlen, für die sich die einzelnen Spielerinnen jedes Jahr aufs Neue qualifizieren müssen. Zwischendurch wurde sie für ein Jahr nicht für die Nationalmannschaft nominiert, nahm das aber zum Anlass, noch härter zu trainieren. „Eine Niederlage bedeutet, dass ich nicht gut genug war. Ich lerne daraus und versuche, es besser zu machen.“

Heike Werner

 

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