Inhalt:

Home >> Behindertensportler des Jahres >> Archiv 2003-2007 >> Wahl 2007

Stefan Bäumann ist Behindertensportler des Jahres

Weltmeister ehrt Weltmeister ...

         

Stefan Bäumann

... - eine solche Konstellation gilt unter Sportlern als ganz großer Wurf.
Diesen Höhepunkt setzte gestern Abend der Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN) auf seiner großen Gala im GOP-Varieté in Hannover: Florian Kehrmann aus Lemgo, dem mit den deutschen Handballspielern vor knapp vier Wochen als Weltmeister im eigenen Land selbst der ganz große Wurf gelungen war, proklamierte den “Behindertensportler Niedersachsens des Jahres 2007“. Und dabei durfte der 29-Jährige einen Mann auf die Bühne bitten, der wie er die höchstmöglichen Weihen in einer Sportlerkarriere geerntet hatte - Stefan Bäumann vom VfL Wolfsburg, Weltmeister 2006 bei den Handbikern.
“Die Psyche ist der Motor, diesen Satz hast du zu deinem Lebensmotto gemacht“, lobte Kehrmann den Sieger der Abstimmung, bei der 23.273 Menschen aus ganz Niedersachsen mitgemacht hatten. “Ich hoffe sehr, dass dein Weg noch vielen Menschen ein Vorbild sein wird und sie es zum Anreiz nehmen, deinem bemerkenswerten Beispiel zu verfolgen. Ich kann seit ein paar Wochen nachempfinden, was für ein großartiges Gefühl es ist, sich als Weltmeister feiern zu lassen.“ Kehrmann vergaß aber auch nicht, die Leistungen der übrigen fünf Kandidaten der Sportlerwahl - Biathlet Josef Giesen, Sledge-Eishockeyspieler Rolf Rabe, Bogenschützin Tanja Schultz, Fußballer Adolf Blum und Rollstuhl-Basketballerin Verena Klein hervorzuheben.

“Bessere Beispiele dafür, was man mit Ehrgeiz und seinem Willen erreichen kann, sind wahrlich schwer zu finden.“

Florian Kehrmann, Stefan Bäumann, Andreas Kuhnt, Karl Finke, Christian Wulff, Hermann Mehrens

Auch der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff, Schirmherr der BSN-Wahl, zollte den Athleten seinen Respekt “Sie alle sind Vorbild für viele. Ich gratuliere Ihnen persönlich“, sagte er. Er lobte aber auch die Bilanz des BSN im Leistungssport: Neun von 35 deutschen Startern bei den Winter-Paralympics in Turin kamen aus Niedersachsen, außerdem fanden sechs Vorrundenspiele der Fußball-WM der Menschen mit Behinderung in Hannover, Braunschweig, Celle und Wolfsburg statt. “Ich bin dem Behinderten-Sportverband und allen an der Organisation in Niedersachsen Beteiligten sehr dankbar für ihren großartigen Beitrag zum Gelingen des Turniers“, sagte Wulff. Der Landeschef hob aber auch die soziale Komponente des Behindertensports als “Möglichkeit der Begegnung Behinderter untereinander und mit Nichtbehinderten“ hervor. “Sport kann auch ein bedeutender Impulsgeber für viele Bereiche unseres gesellschaftlichen Lebens sein“, betonte der Ministerpräsident, der seine Anwesenheit zudem als Herzenssache empfand. “Die Ehrung des Behindertensportlers des Jahres hier in der unvergleichlichen Atmosphäre des GOP gehört für mich auch zu den gesellschaftlichen Höhepunkten in unserer Landeshauptstadt.“

BSN-Präsident Karl Finke setzte in seiner Begrüßung einen besonderen Schwerpunkt mit einem besonderen Dank. “Bis zum Spitzensport ist es für alle Sportler ein langer Weg. Diesen zu meistern wäre nicht möglich ohne die Unterstützung der Fachübungsleiter in unseren Vereinen. Dort arbeiten Menschen tagtäglich mit großem Einsatz in den Rehabilitations- und Breitensportgruppen“.  Aus diesem Grund vergab der BSN gestern auch erstmals den vom HDI gestifteten Ehrenamtspreis. Ausgezeichnet wurde vom Innenminister Uwe Schünemann der 70-jährige Manfred Fischer, der seit 1980 Übungsleiter in der Behindertensportabteilung des MTV Moringen ist.

Carsten Schmidt,  Hannoversche Allgemeine Zeitung

 

Servicenavigation
Der Behindertensportler des Jahres 2007
Metanavigation
Pfeil nach obennach oben