08.09.2016

Sportschießen: Erste Medaillenentscheidung der Spiele

Seeliger verpasst als beste Deutsche das Finale

Gleich der erste Wettkampf der Paralympics in Rio fand mit niedersächsischer Beteiligung statt. Für BSN-Sportlerin Elke Seeliger (SV Etzhorn/Team BEB) war es die Paralympics-Premiere.

In der Disziplin 10m Luftgewehr wurden vier Serien à 10 Schuss ausgetragen. Kenner schätzten Seeligers Chancen im Vorfeld so ein: „Erreicht sie das Finale, ist alles möglich.“

19 Sportlerinnen gingen in diesem Wettkampf am Start. Die besten Acht qualifizierten sich für das Finale.

Und Seeliger legte stark los. Nach der ersten Serie war sie in den Top 3, schoss direkt die beste ihrer vier Serien. Am Ende standen hier 102,6 Ringe zu Buche. Der Start in Serie zwei war schwächer, am Ende reichte es aber noch knapp für die Top Acht (99,6 Ringe). In diesem Bereich pendelten sich ihre weiteren Ergebnisse ein, die Konkurrenz wurde allerdings stärker. Serie 3 endete mit 99,8 Ringen, Serie 4 mit 99,6 Ringen.

Insgesamt 401,6 Ringe bedeuteten am Ende der Qualifikation Platz 11. Damit war sie zwar beste Deutsche, zur Finalberechtigung fehlten allerdings 1,3 Ringe. 
Am Stärksten präsentierten sich wie erwartet die Asiatinnen. Für das Finale qualifizierten sich gleich drei Chinesinnen und zwei Koreanerinnen.

Für Seeliger ist das Abenteuer Paralympics aber noch nicht beendet. Am 13.09. findet der Dreistellungskampf statt, bei dem sie den diesjährigen Weltcup in Bangkok gewann.

 

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