11.08.2016

Elite Camp Rollstuhlbasketball 2016 in Hannover - Erfahrungsbericht von Sebastian Holzheu

Intensives Coaching-Wochenende für Spieler und Trainer

Gleich das Fazit vorweg: Das Elite Camp 2016 in Hannover war wieder ein voller Erfolg. An drei Tagen im Juli lernten 38 Teilnehmer unter der Anleitung von zwölf Coaches in insgesamt fünf Trainingseinheiten die Grundlagen und Techniken des Rollstuhlbasketballs kennen.
Jene „Zwölf“ wurden dabei von der kanadischen Nationalspielerin Janet McLachlan, dem neuen Headcoach der Köln99ers Mathew Foden, dem U19-Headcoach Martin Kluck sowie dem U22-Headcoach Peter Richarz betreut und angeleitet. Martin Kluck zeichnete sich auch in diesem Jahr wieder für die exzellente Organisation aus. Unter den 38 Athleten waren Jüngere und Ältere, Juniorennationalspieler, sowie auch relative Basketballanfänger - Spieler mit „Bock auf Basketball“ kamen aus ganz Deutschland. Mit Jelmer van Brunschot (Niederlanden) und Ludwig Malter (Österreich) war auch das Teilnehmerfeld in diesem Jahr international!
Das Camp begann pünktlich am Freitag um 18:00 Uhr. Alle Sportler und Trainer waren bestens gelaunt und in voller Vorfreude auf dieses Camp. Nachdem man die allgemeinen Informationen für das Wochenende erhielt, ging es direkt weiter mit der Einkleidung: Jeder Sportler erhielt das offizielle Wendeshirt und die Coaches ihre Polo-Shirts mit der Aufschrift „Elite-Camp 2016“. Anschließend ging es für alle Beteiligten direkt zur Sache. Der deutschlandweit bekannte Rollstuhlbasketballtest, welcher aus zehn Stationen besteht, forderte alle und zeigte den Sportlern, wo es für sie am Wochenende als auch in ihrem weiteren sportlichen Bereich hingehen sollte. Trotz der Anstrengung die der Test mit sich brachte, sah man am Ende viele strahlende Gesichter, die sich einfach nur gefreut haben, diesen Test erfolgreich durchgeführt zu haben.
Der Samstag begann für die Coaches schon früh um 8:00 Uhr um sich die heutigen Einheiten und Techniken einzuprägen, welche ihnen von den vier Camp-Instruktoren vorgestellt wurden. Für die Sportler begann alles entspannt um 9:45 Uhr. In der ersten Einheit lernten sie unter anderem Grundlagen wie Rollstuhlhandling oder das Dribbeln und Passen mit dem Ball. Nach der verdienten Mittagspause ging es für die Sportler um 14:30 Uhr weiter. Als das Warmup unter der Leitung von Mathew Foden zu Ende war, lernten die Athleten die ersten technischen Züge des Spiels kennen. Sie erlernten das Pick & Roll, den Seal, das Ausboxen und hatten am Ende noch viel Spaß beim Überzahlspiel 3vs2. Auch am Abend wurde trainiert. Nachdem die Coaches wieder instruiert wurden, lernten die Sportler die Team Defense kennen. Es begann bei der normalen Zonenaufstellung, ging über den bekannten Jump und endete beim „Triple Switch“. Anschließend spielten noch fünf gegen fünf. Danach durften alle ins Bett, um sich von diesem langen Tag zu entspannen.
Am nächsten Morgen und nach der Einweisung der Coaches erlernten die Sportler das Kreuzen, Blöcke zu stellen, sowie eine Form der Team Offense. Nach einer kurzen Pause folgten Sportler und Coaches dem Vortrag „Was bedeutet es ein Athlet zu sein“ von Janet McLachlan mit großem Interesse. Sie erzählte allen etwas über ihren Sportalltag, ihre Einstellung, wie auch ihren Rhythmus vor und nach den Spielen. Sie berichtete von positiven, wie auch negativen Erlebnissen und gab den Teilnehmern Tipps, wie man mit solchen umgeht. Nach diesem, für viele Teilnehmer doch sehr besonderen Erlebnis ging es für die Athleten dann noch in das sehnlichst erwartete Abschlussturnier mit einer „Round Robin“ (Jeder gegen Jeden).
Nach vielen tollen, teilweise hart umkämpften Spielen war das Camp vorbei. Doch man hörte viel Gemurmel, dass nächstes Jahr doch bitte ein weiteres Elite-Camp stattfinden soll. Alle waren sehr glücklich, dieses große Erlebnis erfolgreich absolviert zu haben und dankten den Coaches und insbesondere Martin Kluck dafür, dass er dieses Camp mit viel Mühe und Anstrengung ins Leben gerufen hatte.
Auf ein Wiedersehen mit allen im Jahr 2017!